Archiv ‘Typisch Deutsch (?)’

Typisch Deutsch 14: Am Straßenrand

Monday, 21. September 2009

Während einer Autofahrt durch Deutschland habe ich sie letzte Woche wieder überall gesehen: Männer, die am Wegrand ein dringendes Bedürfnis verrichten, manche davon sogar erstaunlich freizügig. Stellen Sie sich einfach eine unsichtbare Wand vor: also nicht hinschauen, nicht ansprechen, nicht hupen und auch nicht die Polizei rufen. Nach einer ...

Typisch Deutsch 13: Keine roten Rosen

Saturday, 12. September 2009

„Schauen Sie doch mal bei uns vorbei“, ist nicht nur eine freundliche Floskel. Wenn Sie von Deutschen zu einem Besuch eingeladen werden, handelt es sich um eine voll gültige Einladung, auch wenn weder Datum noch Uhrzeit genannt werden. Sonst würde die Einladung erst gar nicht ausgesprochen. Rufen Sie am besten ...

Typisch Deutsch 12: Förmlich

Wednesday, 09. September 2009

Sie mögen Deutsche als förmlich empfinden. Diese erscheinen bei der ersten Begegnung tatsächlich oft als nicht so offen und freundlich wie andere Völker, aber sie sind durchaus meist hilfsbereit. Nehmen Sie die Zurückhaltung nicht persönlich und denken Sie nur das Beste.

Typisch Deutsch 11: Pünktlichkeit

Tuesday, 08. September 2009

Rechtzeitiges Erscheinen gilt Deutschen als hoher Wert, Unpünktlichkeit wird schnell als Respektlosigkeit gedeutet. Falls Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt eingeladen sind, erscheinen Sie besser 3 Minuten eher. Wenn ein Zug 3 Minuten zu spät in den Bahnhof einfährt, hat er für Deutsche ganz klar Verspätung. Daher sollte man bereits ...

Typisch Deutsch 10: “Wie geht es Ihnen?”

Monday, 07. September 2009

Bei der Begrüßung sollte man nicht fragen: „Wie geht es Ihnen?“, da Deutsche dies nicht als Grußformel sondern als ernsthafte Nachfrage verstehen. Die Frage "Wie geht´s?" ist guten Freunden oder der Familie vorbehalten, ebenso wie Umarmung oder Küssen. Die Begrüßungsformel lautet schlicht: „Guten Tag“ oder je nach Tageszeit auch „Guten ...

Typisch Deutsch 9: Begrüßung

Saturday, 05. September 2009

Bei der ersten Begrüßung und beim Abschied gibt man sich meist kurz die Hand. Im Osten Deutschlands ist dies deutlich wichtiger als im Westen, da man sonst schnell als arrogant gilt. Umarmung ist selten und nur nahen Freunden vorbehalten.

Typisch Deutsch 8: Unaufgefordert Helfen

Thursday, 03. September 2009

Als wir im Urlaub in der Toskana merkten, dass es zwischen der Bedienung und ausländischen Gästen Verständigungsschwierigkeiten gab, boten wir sofort unsere Übersetzungshilfe an. Niemand hatte uns darum gebeten. Alle reagierten erstaunt - außer den deutschen Gästen. Denn das ist typisch Deutsch.

Typisch Deutsch 7: Geschlossen

Monday, 31. August 2009

Deutsche betonen das Private. Sie halten die Zimmertüren geschlossen. Dies gilt auch für Türen von Büros, in denen gearbeitet wird. Wenn eine Tür geschlossen ist, muss der Besucher anklopfen oder klingeln und warten, bis man zum Eintreten aufgefordert wird, auch bei öffentlichen Behörden.

Typisch Deutsch 6: Bedenkenträger

Saturday, 29. August 2009

Ich kann es nicht fassen: mein deutsches Rechtschreibkorrekturprogramm (dieses Bandwurmwort wiederum kennt es!) unterkringelt das Wort „Bedenkenträger“ als unbekannt. Aber gerade diese Frage zeichnet doch den deutschen (vermeintlichen) Experten aus: „Wo ist der Haken?“ Es gilt als ehrenvoll, Dinge zu befürchten, die für andere weit und breit nicht erkennbar sind. ...

Typisch Deutsch 5: Zu einfach?

Friday, 28. August 2009

Wenn ein Sachverhalt geschildert wird, schwingt beim deutschen Hörer im Hintergrund immer die Frage mit: „Wird das alles nicht zu einfach dargestellt?“ Deutsche tendieren dazu, Dinge zu verkomplizieren. Sind alle Aspekte berücksichtigt? Was ist auf dieser Welt schon einfach?